Kunst, Kaffee & Kardamom: Feiner Schokogruß aus der FRIDA (vegan & glutenfrei)
- Bettina Fleiss
- 4. Juni
- 3 Min. Lesezeit
Wenn die ersten Sonnenstrahlen durch die Fenster und in unsere Herzen blinzeln und die Natur entlang der Salzach langsam erwacht, zieht es uns wieder nach draußen. Doch auch wenn der warmen Temperaturen Einzug halten, gibt es diese Momente, in denen wir uns nach einem vertrauten, wärmenden Genuss sehnen – ein „Soulfood“, das perfekt zu einer Tasse Seelenschmeichler-Tee oder dem ersten Kaffee auf der wunderschönen Terrasse passt.
Genau dieses Gefühl von Leichtigkeit und Aroma möchte ich auch an meine Gäste weitergeben. Deshalb biete ich diese Kreation auch immer wieder in meinem FRIDA Bistro im Salzburger Künstlerhaus an. Inmitten von Kunst und dem frischen Frühlingsgeist des Künstlerhauses schmeckt ein würziges Stück Kuchen oft noch ein bisschen intensiver. Aber für alle, die sich ein Stück „FRIDA-Feeling“ direkt in die eigene Küche holen wollen, habe ich heute das Rezept im Gepäck.
ardamom ist ein echtes Gewürz-Highlight, das ursprünglich aus Südindien und Sri Lanka stammt und seit Jahrtausenden als „Königin der Gewürze“ weltweit geschätzt wird. Mit seinem komplexen, süßlich-scharfen und gleichzeitig zitrusfrischen Aroma passt er hervorragend in zahlreiche süße wie herzhafte Gerichte. Es gibt zwei Hauptarten: den bekannteren grünen Kardamom, der für seine feine Eleganz geliebt wird, und den schwarzen Kardamom, der eine eher rauchige Note mitbringt. Der grüne Kardamom ist mein persönlicher Liebling, da er besonders vielseitig ist und sowohl im morgendlichen Porridge als auch in feinem Gebäck für eine unvergleichliche Frische sorgt. Ganze Kapseln lassen sich kühl und dunkel gelagert über Monate aufbewahren, ohne ihr wertvolles Aroma zu verlieren. Bei der Zubereitung sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt: ob in orientalischen Reisgerichten, wärmenden Currys oder als Herzstück in Kuchen, Keksen und Brot – ja sogar in Kaffeespezialitäten (wie dem arabischen Mokka) findet er seine „Heimat“. Zutaten wie Vanille, Zimt, Nelken, Muskatblüte und Zitrusfrüchte harmonieren hervorragend mit der edlen Kapsel und unterstreichen ihren vielschichtigen Charakter.
Tipp: Für das intensivste Geschmackserlebnis in der FRIDA öffne ich die grünen Kapseln erst kurz vor der Verwendung, entnehme die kleinen schwarzen Samen und mörsere sie frisch. So bleiben die ätherischen Öle, die auch wohltuend auf die Verdauung wirken, vollständig erhalten. Wenn es mal schnell gehen soll, kannst du auch gemahlenen Kardamom verwenden.
Die Muskatblüte (Macis) ist der kongeniale Partner zu Kardamom und das edle, netzartige Samengehäuse, das die Muskatnuss umschließt. Ursprünglich von den indonesischen Molukken stammend, wird sie seit dem Mittelalter für ihr fein-herbes, blumiges und dezent süßliches Aroma geschätzt. Während die Muskatnuss eher rustikal und kräftig wirkt, ist die Macis viel feinsinniger und heller im Geschmack – genau diese Eleganz macht sie zur perfekten Begleiterin für Frühlingsgebäck. In meiner Küche ist sie unverzichtbar, da sie die zitrusfrische Note des Kardamoms ideal abrundet und dem Teig eine subtile Tiefe verleiht. In getrockneter Form, ob gemahlen oder als ganze „Blüte“, lässt sie sich wunderbar lagern. Ihre „Heimat“ findet sie nicht nur in feinen Kuchen und Keksen, sondern auch in hellen Saucen, Pasteten oder cremigen Suppen. Gewürze wie Vanille, Nelken und eben Kardamom harmonieren hervorragend mit ihr und kreieren ein rundes, edles Geschmacksbild.
Tipp: Ich verwende Macis sehr bewusst und sparsam, da schon eine kleine Messerspitze genügt, um diesen „geheimen“ Geschmack zu erzeugen. Zusammen mit frisch gemörsertem Kardamom bildet sie ein aromatisches Duo, das jeden einfachen Rührteig in ein echtes Highlight verwandelt.
Dieser schokoladige, vegane Gewürzkuchen ist für mich „ein kleines Stück vom süßen Glück“ – perfekt für den nächsten Genussmoment auf der Terrasse oder einfach, um den Tag gebührend willkommen zu heißen.
Natürlich ist diese Kreation:
vegan
glutenfrei

"Veganes Chocoholic-Träumchen" Schoko-Torte
Zutaten:
für eine 20 cm-Springform
100 g Datteln, entsteint (z. B. Medjool-Datteln)
100 g getrocknete Marillen/Aprikosen
120 g Mandeldrink
120 g Mandelmus
50 g Kakao
½ TL Weinstein-Backpulver
1 TL Vanille gemahlen
2 Prisen Steinsalz
½ TL Kardamom (frisch gemörsert)
1 Messerspitze Muskatblüte (Macis)
200 g vegane Zartbitter-Schokolade, in Stücken
1 Dose Kokosmilch (400 g)
Hochleistungsmixer (bei mir: Thermomix TM6), Wasserbad, Springform (20 cm)
Zubereitung:
Den Backofen auf 190 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und eine Springform (Ø 20 cm) mit Backpapier auslegen.
Datteln und getrocknete Marillen/Aprikosen grob schneiden. Zusammen mit Mandeldrink, Mandelmus, Kakao, Weinstein-Backpulver, Vanille, Salz, Kardamom und Muskatblüte in einen leistungsstarken Mixer geben und zu einem glatten, cremigen Teig pürieren.
Den Teig in die vorbereitete Springform füllen, glatt streichen und etwa 25 Minuten backen. Anschließend den Tortenboden vollständig auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.
Für die Creme die vegane Zartbitter-Schokolade grob hacken und über einem Wasserbad langsam schmelzen. Die Kokosmilch einrühren und alles zu einer glatten, cremigen Masse verrühren.
Die Schoko-Kokos-Creme auf dem ausgekühlten Tortenboden verteilen und glatt streichen. Die Torte anschließend mindestens 4 Stunden, am besten über Nacht, im Kühlschrank fest werden lassen.
Tipp: Besonders schön schmeckt und aussieht die Torte mit gerösteten Kokosflocken oder Kokoschips, veganen Schokostückchen, etwas Kakaopulver oder fein gehackten Pistazien als Topping. Für eine fruchtige Note passen auch frische Beeren hervorragend dazu.





















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